Erfahrung seit 1983
Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitationsbehandlungen an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.

Unser "Diagnosefinder"

ZUNGENSCHMERZEN
chronische Schmerzen in der Zunge

Der Mediziner bezeichnet Zungenschmerzen als Glossalgie oder Glossodynie. Sehr werden Zungenschmerzen als brennend charakterisiert.
Man unterscheidet generell zwischen akuten und chronischen
Zungenschmerzen.

Nicht selten treten Zungenschmerzen zusammen mit folgenden Symptomen (= Krankheitszeichen) auf:

Zungenschmerzen schwanken in ihrer Intensität und in ihrer Lokalität. Die Zunge ist meist seitlich (beiderseitig) und an der Spitze betroffen, wobei jedoch keine Zusammenhänge mit dort laufenden Nervenbahnen bekannt sind.

Oft sind die Beschwerden abhängig von der Tageszeit. Im Laufe des Tages nehmen die Missempfindungen bzw. Schmerzen oft zu, sie beginnen morgens schwach und können zum Beispiel am Abend dann kaum erträglich sein. Schlafstörungen treten allerdings gewöhnlich nicht auf und auch bei der Nahrungsaufnahme treten die Symptome eher in den Hintergrund.

Zungenschmerzen werden häufig zudem von einer (stellenweise deutlich sichtbaren) Entzündung begleitet. Oftmals tritt auch das Phänomen der „Mundtrockenheit“ (sog. „Xerostomie“) hinzu.
Die verschieden Formen einer Zungenentzündung werden hier näher beschrieben: http://www.xn--zungenentzndung-8vb.de (einfach anklicken).

Häufiger klagen Patienten mit Zungenschmerzen auch über Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen, Appetitmangel, Depressionen und Ängste. Auch findet man Zungenschmerzen häufiger bei Schizophrenie-Patienten.

Von Zungenschmerzen sind Frauen insgesamt häufiger betroffen als Männer.

So vielseitig die Begleitsymptome (= Krankheitszeichen) sein können, so komplex sind auch (leider) die möglichen Ursachen von Zungenschmerzen:

Erwähnenswert sind noch zwei Erkrankungen, die mit Zungenschmerzen einhergehen:

  1. Glossopharyngeusneuralgie - Diese Krankheit ist gekennzeichnet durch streng einseitige paroxysmal (= anfallsartig) einschießende, heftige Schmerzsensationen, die vorwiegend im Bereich des Rachen s, des weichen Gaumen s und des Zunge ngrundes auftreten, manchmal auch mit Ausstrahlung zum Ohr hin oder in die Zähne.

  2. Neck-tongue-Syndrom - Dieser Kopfschmerz tritt attackenartig einseitig hinterkopf betont auf und ist von einer unangenehmen Hypästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkeit) bzw. Taubheit und Schmerzen im Bereich der gleichseitigen Zunge nhälfte begleitet.

Therapie von Zungenschmerzen

Symptomatisch (= auf die Krankheitszeichen ausgerichtet) können Mundspülungen mit kühlem Salbeitee oder Salzwasser versucht werden.

Halten Zungenschmerzen trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) Therapie weiter an, so sind Maßnahmen der speziellen Schmerztherapie gefragt. Bei der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) kommt es nicht nur zu der gewünschten Unterbrechung der Schmerz reizleitung, sondern für die Wirkzeit des Medikaments auch zu einer deutlichen Durchblutungssteigerung und unter einer guten Durchblutung heilen entzündliche, aber auch degenerative Prozesse sicher ab.

Bei Zungenschmerzen bieten sich zwei Methoden an:

  1. Wechselseitige Bockaden des Ganglion cervicale superius* (= vegetative Schaltstelle im seitlichen, hinteren Rach enbereich), und
  2. Wechselseitige Bockaden des Ganglion stellatum (= vegetative Schaltstelle im seitlichen Hal sbereich)

Es reicht aber nicht aus, diese Blockaden ab und zu durchzuführen, sondernes ist eine gehäufte Abfolge erforderlich, so z. B. zwei mal täglich über 10 Tage.Regelmäßig ist allerdings ein solches Setting nur unter stationären Bedingungen durchführbar.

* Die Blockade des Ganglion cervicale superius erfolgt als GLOA (= Blockade mit einem Opium-ähnlichen Wirkstoff), der Nachteil gegenüber der Verwendung eines Lokalanästhetikums (= örtliches Betäubungsmittel) ist aber, daß die Wirkung auch bei wiederholter Anwendung kaum anhaltend ist, da die sympathikolytische (= gefäßerweiternde) Komponente nur gering oder gar nicht ausgeprägt ist.

Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Zu diesem Wahlrecht gibt es mittlerweile auch einUrteil des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 1 KR 2/05): Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen.

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